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paypal ist bei Onlinehändlern beliebt, kommt an die Kreditkarte aber nicht ran
von Holger W. Winkler
paypal ist keine Kreditkarte, die Onlinehändlern die Vorteile der klassischen Kreditkartenzahlung bietet. Shopbetreiber verwechseln dies häufig. Dabei ist der Unterschied erheblich
In unserer Umfrage unter Onlinehändlern „Bieten Sie Kreditkarten-Zahlung“, stimmten viele Onlinehändler mit "ja" (ca. 36%) – und meinen aber eigentlich, sie bieten Kreditkarte via paypal an.
Aufgepasst: dies ist jedoch nicht das Gleiche.
Der große Vorteil der klassischen Kreditkarten ist die unkomplizierte Bezahlung aus Kundensicht und der dadurch entstehende Zeitvorteil: Artikel ausgewählt und in den Warenkorb gelegt, Kreditkarte gezückt, Kartennummer und Sicherheitsnummer eingegeben und die Bestellung ist komplett fertig – die Ware kann sofort vom Onlinehändler verschickt werden.
Gerade bei routinierten Online-Käufern ist dies ein sehr beliebter Zahlungsweg – die Einbindung der Bezahlart „Kreditkarte“ rechnet sich deshalb schnell bei einem entsprechend Sortiment. Doch aufgepasst: paypal bietet unter dem Aspekt „Kreditkarte“ nicht diese Vorzüge.
Denn paypal bietet zwar Kreditkartenzahlung – deutsche Kunden (genauer: Kunden, die in der Sprache „deutsch“ einen Shop aufsuchen) müssen aber bei paypal vorher registriert und angemeldet sein, um so bezahlen zu können – und sich damit einer zweiten Anmeldung beim Check-Out unterziehen. Sind sie bei paypal noch nicht registriert wird zusätzlich eine paypal-Registrierung erforderlich. Bei Kreditkarte über paypal ist deshalb für Händler der Faktor „unkompliziert & schnell“ schnell dahin.
Der Ratschlag kann also nur heißen: paypal im Onlineshop ist bei Kunden beliebt und gewiss kein Fehler – paypal kann aber eine klassische Kreditkarte nicht ersetzen.
In unserem Projekt „Payments“ konnten wir 30% mehr Umsatz allein durch die richtige Kombination von Bezahlarten in einem Onlineshop nachweisen – mehr dazu gibt es demnächst in einer neuen Veröffentlichung von uns zu diesem Thema. Gerne informieren wir Sie aber auf Wunsch bereits vorab zur direkten Einbindung von Kreditkarten-Zahlung in Ihrem Shop und Anbietern, die wir empfehlen können.
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Und hier zur Erinnerung ein ganz wesentlicher Tipp, wenn Sie selber paypal als Bezahlart anbieten:
Lassen Sie kein Guthaben auf Ihrem paypal-Konto stehen, welches Sie für Ihre Existenz benötigen. Wickeln Sie größerer Zahlungen über Ihr paypal-Konto ab, dann leeren Sie Ihr paypal-Konto täglich.
Nur so sind Sie vor einer kurzfristigen Sperrung des Gesamtbetrages auf Ihrem paypal-Konto geschützt. Sobald nämlich ein Kunde eine Beschwerde bei paypal zu Ihrer Lieferung einreicht (gerechtfertigt oder ungerechtfertigt – das spielt zu diesem Zeitpunkt keine Rolle) kann Ihr Konto komplett „eingefroren“ werden. Sie haben in diesem Moment keinen Zugriff mehr auf Ihr Guthaben – egal welche Summe darauf ist – egal um welchen „angemahnten“ Transaktionsbetrag es sich handelt.
Dieses Vorgehen ist Realität – wollen Sie sich Überzeugen, googlen Sie einfach etwas dazu. Bis Sie als Händler wieder Zugriff auf Ihr Konto haben liegt im Ermessen von paypal, Ihre Kollegen berichten von mehreren Wochen…
Der Tipp kann deshalb nur lauten: lassen Sie kein Geld bei paypal liegen, das Sie brauchen – holen Sie es täglich ab, dies kostet kaum Mühe, kann aber ein böses Erwachen verhindern.
Gerne informieren wir Sie näher.
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